Hallo liebe Leser, und willkommen in meiner Welt der Lyrik und der Poesie. Ihr werdet bemerken, dass sich meine Gedichte nicht auf ein Thema und einen festen inhaltlichen Stil festlegen lassen. So hege ich die Hoffnung, dass für jeden etwas dabei ist.
Ich bitte darum, unbedingt meine Copyrightbedingungen zu beachten.
Ich freue mich über jeden Kontakt, jedes Lob, jede Kritik und jeden Kommentar. Doch nun viel Spaß mit meinen Gedichten - und, wenn ihr wollt: mit der neuen Bewertungsfunktion.
Euer Thomas
Ich bin gemacht aus abertausenden Atomen,
doch sind das eben auch ein Tier, ein Baum, ein Stein,
denn alles ist gebaut aus diesen Seinsaxiomen;
ich frag: “Was soll an mir besonders sein?”
Ich rieche zwischen lieblichen Naturaromen
nach Schweiß und hab das Zeug zum bitterbösen Tun,
vom Krebs bedroht, geplagt von seelischen Syndromen,
zerstöre ich die Erde ohne auszuruhn.
Befrag ich Psychologen, oder Anatomen,
was mich zur edlen Krone dieser Schöpfung macht,
belacht man mich: “Jag nicht so weltfremd nach Phantomen,
das hat sich nur ein Kirchenschreiber ausgedacht!”
Mir helfen auch nicht weltbekannte Astronomen
zu klären, wo der Wert in meinem Dasein liegt,
wenn mich Gevatter Tod in meinem Chromosomen
im Licht der Sterne züchtigt und zu früh besiegt.
Die Antwort findet sich wohl jenseits von Diplomen,
durch meine Taten werde ich ein Philosoph,
wenn das nicht fruchtet, flüchte ich zum Gastronomen,
trink mich mir schön und find die Welt nicht mehr so doof.
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Gelebtes Leben adelt deine Züge,
dein Schicksal hat sich in sie eingekerbt,
zuviel misslang, so manche schwere Lebenslüge
hat mit den Wettern deine fahle Haut gegerbt.
Du wirkst so stolz, doch auch ein wenig müde
und strahlst noch Kraft aus, die nun bald verebbt,
hast weder Zeit noch Sinn für leere Attitüde,
für dich ist dies ein lang verworfenes Konzept.
Dein sanfter Blick durchwärmt des Tages Kühle,
dein mildes Lächeln trotzt dem Zug der Zeit,
dein weißer Arm wiegt schwer am Nabel der Kanüle,
Du wirkst zufrieden und zum letzten Weg bereit.
Die Schwester naht, sie weist mir stumm die Türe.
Du kannst gewiss sein, ich bleib stets bei dir,
doch allzu bald, nach ihrer letzten Maniküre,
bezieht der Tod dein Bett, und Du bist nicht mehr hier.
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Wenn wir so sind, dass sich die Ähren biegen,
vom gleichen Takt beschwingt, einander wohlgesinnt,
dass sich die Wipfel sanft, doch majestätisch wiegen,
sich leis im Blattwerk ein Gespräch entspinnt,
wenn wir so sind, dass Blütenkelche schaukeln,
als Wellendach auf einem Stängellabyrinth,
dass Schmetterlinge über diesen Wogen gaukeln,
wie süß beschwipst von köstlichem Absinth,
wenn wir so sind, dass Wiesen Lieder säuseln
von Ewigkeit, in der des Menschen Zeit verrinnt,
dass sich die Lebenswasser voller Sanftmut kräuseln,
dann sind wir wie der Wind, geliebtes Kind.
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Ich kann dich nicht zum Maßstab machen,
ob manch Erlebnis, statt zum Lachen,
im Wirklichkeit zum Weinen ist,
weil Du für meines Lebens Sachen
zumeist auch nicht die Quelle bist.
Ich würde auch zuviel verlangen.
Vermutlich wärest Du befangen,
weil Du auf mich mit Augen schaust,
die liebend um mein Schicksal bangen,
wenn mich des Lebens Sturm umbraust.
Ich will mich deshalb nicht verstellen,
denn Du sollst dich dem zugesellen,
der ich in meinem Herzen bin,
damit Du in des Lebens Schnellen
mir mehr bist als Besucherin.
Ich will nicht zögernd radebrechen,
zeig mich mit meinen ganzen Schwächen,
dass Du nicht blind Gefühle gibst
und mich, ob trügender Versprechen,
am Ende als wen anders liebst.
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So wagemutig liegst Du da
in deinem feinen Mieder!
Ich flehe Nein, Du flüsterst Ja:
Oh je, doch nicht schon wieder?!
Du greifst mir jäh ins Accessoir
und ziehst mich zu dir nieder.
Mein Nein verstummt - und wunderbar:
Hurra, ich kann schon wieder!
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Grab mir deine Bärentatzen
hart ins Beben meiner Brust,
reiß mir gierig einen Batzen
Fleisch aus meinem Blutverlust.
Schlag mit deinen Löwenfängen
Wunden in mein Lustfilet,
dass ich zu Sirenensängen
ganze Galaxien seh.
Trag mich unter Adlerschwingen
zappelnd in dein Liebesnest,
wetz die wilden Krallenklingen,
gib mir scharf den süßen Rest.
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Mich suchen alte Träume heim,
sie schwenken schwarze Fahnen,
ich hegte wohl den falschen Keim,
doch das war nicht zu ahnen.
Es grüßt der Mann, der ich nicht war,
mir mangelte die Stärke,
schon jetzt, in viel zu frühem Jahr,
zerfallen meine Werke.
Der Hoffnung winke ich Goodbye,
und könnte ich neu wählen,
ich wäre auch nicht wirklich frei,
würd mich nur anders quälen.
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Ich sitze meine Zeit hier ab,
als sei sie eine Strafe,
zähl dämmernd bis ins kühle Grab
die Menschen, so wie Schafe.
Ich schlage meine Stunden tot
auf einer öden Erde,
und kämpfe um den Kanten Brot,
als Lemming in der Herde.
Ich höre jedes feine Korn
durch meine Sanduhr rinnen,
zu gerne würde ich von vorn
mein Lebenswerk beginnen.
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Ich fühle mich so unscheinbar
im Strahlenkranz der Lichtgestalt,
und nehme mich als Trugbild wahr,
ein Umriss ohne Sinngehalt.
Beschwörend schau ich zu ihr auf,
ich biete mich als Diener dar,
nähm jede Pflicht und Qual in Kauf,
als Mitglied ihrer Jüngerschar.
Doch wenn ich in ihr Antlitz seh,
erkenne ich den wahren Sinn,
ich bin nur Schatten der Idee,
die sie stets ist, und ich nie bin.
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So mancher schreibt vom Liebesspiel,
als hätt er keinen blassen Schimmer,
der Reim schon schlecht und mies der Stil,
macht es der Inhalt oft noch schlimmer.
Wie munter wird da fabuliert,
es drängt, es schwillt, es zuckt ekstatisch,
doch statisch kritisch reflektiert,
dünkt manches komisch akrobatisch.
Das was da schlängelt, züngelt, stöhnt,
kann selbst den Traurigsten erheitern,
denn wer sich meistens selbst verwöhnt,
muss bei der Paar-Erotik scheitern.
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“Wer bin ich, und wenn ja wieviele?”
befragte sich die Bodendiele.
“Die Welt ist flach und estrichfarben,
ich muss auf ihr als Trittbrett darben.”
Ein Wischmopp kam und sah die Dielen:
erstaunt, ob sie vom Himmel fielen.
“Ich denke, also wisch ich!” sagte
der Mopp, als er sich mühsam plagte.
Die Bodenplanke wieder glaubte,
dass da ein Gott ihr Sein entstaubte.
Der Besen blickte auf zur Lampe,
und schrie: “Du blöde Götterschlampe!”
“Ich sing dir keine Liebesoden.
Die Welt ist Scheiße und der Boden,
auf dem ich gehe, ist ne doofe,
verschmutzte Riesenkatastrophe!”
Die Putzfrau schwang den schnöden Wedel,
und fand die Bretter wirklich edel.
Ihr Gott war keine hehre Flause:
er saß beim Bier im Ripp zuhause.
Die Welt besteht, das scheint bewiesen,
aus Estrich, oder Bodenfliesen,
doch Götter sind, wie hier zu lesen,
wohl eher relative Wesen.
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