Hallo liebe Leser, und willkommen in meiner Welt der Lyrik und der Poesie. Ihr werdet bemerken, dass sich meine Gedichte nicht auf ein Thema und einen festen inhaltlichen Stil festlegen lassen. So hege ich die Hoffnung, dass für jeden etwas dabei ist.
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Ich freue mich über jeden Kontakt, jedes Lob, jede Kritik und jeden Kommentar. Doch nun viel Spaß mit meinen Gedichten - und, wenn ihr wollt: mit der neuen Bewertungsfunktion.
Euer Thomas
Ich habe dich gewählt aus einem Meer von Sternen,
entnahm dem Glitzern das mir allerhellste Stück,
ich blickte auf und sah: alsbald nach dem Entfernen,
blieb mancher Stern verblüfft im tiefen All zurück.
Ich habe dich gewählt aus einem Meer von Fischen,
und angelte gezielt den schillerndsten heraus,
nun sehe ich die andern ihre Tränen wischen,
das sieht im Wasser jedoch etwas seltsam aus.
Ich habe dich gewählt aus einem Meer von Blüten,
doch nicht die Farbe wars, es war der süße Duft,
den ich erwählte, um ihn fortan zu behüten.
Die andern Blumen schauen schniefend in die Luft.
Ich habe deins gewählt aus einem Meer von Herzen,
es hat hat so ähnlich wie mein eigenes geklopft,
die andern stehn in einem Wald von Hoffnungskerzen,
aus deren Wachs uns Zukunft in die Liebe tropft.
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Aus Lust zurück ins Bett von Blumenblättern fallen,
nicht stürzen: gleiten, sanft ins weiche Blütenmeer,
erschöpft uns zärtlich neubeginnen nach dem Wallen,
sich küssend halten, bald dann wieder rangeln, krallen -
uns neu erheben, neu verweben, kreuz und quer,
das wünsch ich mir so sehr… komm her…
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Bewertung: 10.0/10 (1 Stimme abgegeben)
Zwei Setzlinge aus einem Kern,
doch je an andrem Platz gezogen,
so waren wir uns räumlich fern,
doch stets einander zugewogen.
Auf einmal kam der warme Wind,
und sah uns Sehnsuchtstränen weinen,
blies unsern Samen wohlgesinnt
zum gleichen Ort, uns zu vereinen.
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Bewertung: 10.0/10 (1 Stimme abgegeben)
Jemanden lieben heißt vor allem fragen,
zunächst den Menschen im Geschlecht zu sehen,
sich ganz entpanzert zu ihm hinzuwagen,
und im Geliebten auch zum Freund zu gehen.
Jemanden lieben heißt sich ganz entblößen,
sich gänzlich nackt dem andern zuzumuten,
zu zweit des Lebens Schnellen zu durchflößen,
und ihn, mit allem was man ist, zu fluten.
Jemanden lieben heißt es laut zu sagen,
doch auch im stillen Tun kann er verstehen,
denn selbst im Schweigen liegt ein Brückenschlagen,
und auch auf dieser Brücke kann man gehen.
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Bewertung: 10.0/10 (1 Stimme abgegeben)
So manchmal machen Worte, was sie wollen
ganz gleich, welch Sinn ich sorgsam in sie leg.
Mir scheint, ihr Sinn ist oftmals schon verschollen,
kaum sind sie ausgesprochen auf dem Weg.
Was ich auch sag, man scheint zuerst zu hören,
nur was genehm und nicht zu schwierig klingt,
Kritik scheint manche derart zu empören,
dass nie ein Ton in ihre Seele dringt.
Man nickt und hat kaum später schon vergessen,
was ich gesagt hab, oder was gemeint,
schaut irritiert und kann wohl kaum ermessen,
wie sehr ich leide, wenn man mich verneint.
Drum schweig ich künftig wie ein Grab und schmolle,
den Buckel krumm, lad ich zum Rutschen ein,
hab ich zu meckern, reiche ich die volle
verbale Dröhnung auf dem Schriftweg ein.
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Bewertung: 10.0/10 (1 Stimme abgegeben)
Durch dich seh ich die Welt mit tausend Augen,
seh jeden Schimmer in der schwarzen Nacht,
aus deinen Blicken kann ich Hoffnung saugen,
Du schaust auf mich, gibst sorgsam auf mich acht.
Durch dich kann ich durch jene Wände hören,
die ich mir bau zum Schutz und als Versteck,
Du bist der Weg aus meinen Nadelöhren,
in dir bekommt mein Dasein einen Zweck.
Durch dich wird meine Adamshaut empfänglich
für jede noch so leise Zärtlichkeit,
ich bin durch dich nicht weiter unzugänglich,
Du machst mir Mut und schenkst mir Sicherheit.
Durch dich ist da ein Duft im Trivialen,
ein Hauch von Übermut liegt in der Luft,
die Sonne hat mehr Licht in ihren Strahlen,
Du bist die Brücke über meine Kluft.
Durch dich kann ich aus deinen Poren lesen,
verspüre Heimatglück an deiner Haut,
mein Herz blüht auf, ich kann vom Schmerz genesen,
die Welt wird warm durch dich und urvertraut.
Durch dich liegt Einheit in den Einzelsinnen,
Fragmente fügen sich, mein Sein wird heil,
die Zeit will nicht mehr ohne Wert verrinnen,
Durch dich wird mir ein neues Glück zuteil.
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Die Welt erstarrt zu Salz im feuchten Dunst der Schwüle,
liegt wie gelähmt im gleißend hellen Sonnenlicht.
Lethargisch sehnt sie sich nach einem Hauch von Kühle,
der lindernd durch den Film des Hitzeflimmerns bricht.
Mein Leib verbrennt in dieser weißen Feuermühle
zu Asche. Schweiß verätzt wie Säure mein Gesicht.
Bei Nacht, wenn ich mich einsam durch die Kissen wühle,
spür ich auf nassen Laken meine Sehnsucht nicht.
Die Tür geht auf, Du stehst gemalt im Bilderrahmen.
Noch halb im trägen Dämmerschlaf der zähen Nacht,
bestreicht mich frische Luft, die langsam meine lahmen,
verdrehten Glieder weckt, mich plötzlich lüstern macht.
Du küsst mich auf den Bauch, sagst flüsternd meinen Namen,
versprichst: „Ich hab dir Wind und Wetter mitgebracht…“
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Bewertung: 10.0/10 (1 Stimme abgegeben)
Ich beiß dir rote Flecken
ins Elfenbein der Haut,
wie hat mein sanftes Lecken
sie morgengleich betaut.
Ich zünde Freudenfeuer,
Du brennst, ich schmecke heiß
das Salz, und ungeheuer
die Lust in deinem Schweiß.
Gelenkt vom leisen Wimmern,
dem Griff in meinem Haar,
bestaune ich das Schimmern
in deinem Alcazar.
Ich klopfe an die Pforte,
Du seufzt und lädst mich ein,
zeigst mir ganz ohne Worte,
ich soll willkommen sein.
Beredt verlangt mein Schweigen
fast frech nach Audienz,
bei dir in einem Reigen
von Schwingung und Frequenz.
Bald spüre ich im Zittern,
das samten dich durchwebt
die Welt ins Nichts zersplittern,
als jäh dein Schloss erbebt.
Der süßen Pflicht enthoben,
sagt mir dein weicher Blick:
“Komm her, ich bin hier oben,
mein Mund will dich zurück.”
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