Archiv für die Kategorie 'Erotisches'

Im Traum

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An meiner Wand, dies eine Haar,
Dein Duft hängt zart im Zwischenraum,
In dem dein Atem Lust gebar
Und deine Lust mir einen Traum.

Ich schmecke noch den letzten Kuss,
Mir brennt dein Blick noch auf der Haut,
Mir noch im Ohr – dein Reissverschluss
Dein Seufzer und der süße Laut,

Als ich, als sei es ein Versehn
Mit einer Drehung meiner Hand
Bestimmt, doch sanft und erogen
Den Weg in deine Sänfte fand.

Du zogst, ich schob, Du zogst mich mehr,
Ich schob, Du zogst – mit einen Mal
Brach meine letzte Gegenwehr.
Ich schob, Du zogst, dies Ritual

Es zog – sich hin. Bis irgendwann
Wir zwei entgrenzt und uferlos,
Was ich kaummehr erinnern kann,
Dein Du, mein Ich in deinem Schoß

Verschwammen. Als die Woge kam
Da waren wir wohl lange schon,
Obwohl zu zweit nur, polygam,
In dieser fremden Dimension.

Als Du dann gingst, blieb da dies Haar,
Dein Duft, so zart im Zwischenraum,
In dem ich eben glücklich war
Mit dir, mein Traum im Traum im Traum.

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weiß nicht wie…

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Du bist die…
ich weiß nicht wie…
Du’s anstellst dass grad meine
Realität verschwimmt. Ich meine,
Du bist wohl irgendwie Magie.

Es zittern meine Beine,
so wie noch nie.
Ich fühl mich so alleine,
komm her und still mir meine
schmerzlichste und tiefste Phantasie.

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Leichtöl

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Ich habe mich in dir vergessen,
fiel tief in ein glitzerndes Nichts,
Du spiegeltest mich unterdessen
im Schein eines göttlichen Lichts.

Wir liebten uns seiden verwoben,
von lüsternen Engeln bewacht
Bewusstsein? Gedanken? Zerstoben,
Atome im Schleier der Nacht.

Ein Blatt auf den schäumenden Wellen,
so war mir im Sturmwind dein Schiff,
ich spürte dich splitternd zerschellen,
am leuchtfeuerfunkelnden Riff.

Du hieltest mein Dasein umschlossen
mit sanfter und flehender Hand,
mein Eisherz ist in dir zerflossen,
dann ist es wie Leichtöl verbrannt.

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Lust und Frust

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Ich weiß, ich sollte nicht so schauen,
doch Du bist einfach viel zu schön,
ich krieg sowas nicht oft zu sehn,
zumindest nicht bei Frauen,
die langsam auf die Fünfzig gehn.

Du spürst, wie meine Blicke wandern
von deiner glatten Halspartie
hinab zum Nabel, dann zum Knie,
wie auch zu allen andern
Preziosen deiner Weibsmagie.

Mag sein, ich war schon süchtig,
kaum dass ich deinen Busen sah,
so rund, so schwer, doch fest, so nah,
dein Blick streift meinen flüchtig
und meiner deine Vagina.

Mein Gott! Du öffnest deine Pforte,
für mich und meinen Kennerblick.
Du lehnst dich leicht ans Holz zurück.
Mir fehlen schlicht die Worte
für dieses unverschämte Glück.

Ich zittre. Schwitzig feuchte Perlen
benetzen heiß dein Kurvental,
Mein Blut pulst irgendwie grippal,
und wie bei allen Kerlen,
erregt mich das ganz kolossal.

Oh Ja! Du schiebst die schmalen Hände
nach vorn und greifst in meinen Schritt,
mein Herz zerspringt, Du reißt mich mit,
doch ist er schnell zu Ende
der viel zu kurze Höllenritt.

Du lachst. Dann reinigst Du die Finger,
mir fast zu schnell, wie routiniert,
ich fühl mich plötzlich deplatziert,
doch zwanzig Jahre jünger,
und wunderbar vitalisiert.

Die Tür. Du streichelst deine Beine.
Es naht ein neuer Don Juan.
Du schaust ihn lüstern lächelnd an
und zischst mir zu: „Zieh Leine!
Ich will jetzt einen echten Mann.“

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Im Streitwagen

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Ich treib dich vor mir her mit meinem Stecken.
Dein starker Hals stürmt wild enthemmt voran.
Mit festem Griff umfasse ich dein Becken,
wir zwei sind eins in einem rasenden Gespann.

Auf weißer Wand bezeugen schwarze Schatten,
gespensterhaft im Kerzenflackerlicht,
den Kampf des Streiters mit der nimmersatten
Naturgewalt und Lust, die aus dem Zaumzeug bricht.

Du bäumst dich auf, wie Stuten vor den Wällen,
ich kann die Kraft kaum halten, wenn Du scheust.
Dein Wüten lässt mich jäh nach vorne schnellen,
mir brennen Brust und Bauch, weil Du mich so erfreust.

Im Widerschein der Flammen sind die Schemen,
die an den Wänden geistern, fast im Ziel.
Getrieben von der Inbrunst dich zu nehmen
setzt mir das Hirn aus in dem irren Liebesspiel.

Durch einen Schleier höre ich dich schnauben.
Du schäumst und wehrst dich, doch ich halt dich fest.
Dir jeden Geist des Widerstands zu rauben,
ist eine Sucht, die mich im Wahnsinn enden lässt.

Mit letzten Kräften greife ich die Zügel,
beseelt von Eifer, weil Du so sehr rast,
Komm her! Ich zähme dich auf diesem Hügel,
auf dem Du müde nach dem harten Rennen grast.

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Vollmondnacht

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Im Schattenwald der Vollmondnacht
hast Du mein Fleisch gerissen,
mein Kesselfeuer angefacht
mit wilden Wolfsbeerküssen.

Ich lag von einem Tollkirschkuss
gelähmt in deinen Armen,
war deiner Lust der Tantalus,
Du kanntest kein Erbarmen.

In deinem Höllenhimmel hing
ich nackt an heißen Drähten,
Du warst der schwarze Schmetterling,
und ich in Schwulitäten.

Mein flehentliches Stoßgebet
zum Teufel, mich zu retten
ist mit der heißen Glut verweht
im Funkenschlag der Ketten.

Ich weiß nicht mehr, wie mir geschah
mir schwanden alle Sinne,
Du saugtest mein Ambrosia,
Du Sommervogelspinne!

Ich starb. Der letzte Atemzug
im wirren Vorhofschlummer
galt stöhnend einem: Halt! Genug!
…und deiner Handynummer.

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hoffnungslos

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Ich bin umflort von ihrem zarten Duft nach Rose,
vermengt mit Amber und gar köstlichem Jasmin.
Entzückt von dieser irritierenden Symbiose,
beseelt von diesem lockenden Amphetamin,

verspür ich rot verschämt im Treibhaus meiner Hose
den Übermut des Lüstlings. Wie Adrenalin
schießt mir der Wunsch nach ihrer süßen Herbstzeitlose
durch Mark und Bein. Wohlan! Steig auf, mein Zeppelin!

Wirf deinen Schatten über das so grandiose
und derart schöne Atemräuberhochalpin,
dass mir das Blut fast kocht. Im Bannstrahl dieser Pose
hab ich verloren. Ein berauschter Harlekin,

in ihrer Hand bin ich, und diese Diagnose,
ist hoffnungslos. Da hilft auch keine Medizin.

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Immermädchen

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Belüge mich, dann will ich mit dir schlafen,
mach mir was vor, dann bin ich endlich dein,
sei schlecht zu mir, dann will ich von den Schafen,
das dümmste, liebste und verführerischste sein.

Sagst Du die Wahrheit, müsste ich mich zieren,
komm, blende mich, das macht mich willenlos,
versuch nicht, mich zu desillusionieren,
dann ebne ich dir einen Weg zu meinem Schoß.

Schaust Du mich an, siehst Du das Immermädchen,
so rein das Herz, so schön der Körperbau,
das Luder sein will. Dreh am rechten Rädchen,
mach es mit Lug und Trug zu deiner Einmalfrau.

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Zu früh

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Du regst Dich. Tief in deinem Haar
vergrab ich meine Nase.
Dein Duft versetzt ihr Flügelpaar
in bebende Extase.

Dein Seufzen keimt in meinem Bauch
zu allergrößten Flausen.
Sie steigen auf wie feiner Rauch,
bis sie mein Stammhirn zausen.

Mein Kopf erwacht und wägt kurz ab:
„Zu früh? Soll ich es wagen?“
Die Flausen sausen wild hinab,
schon muss ich nichts mehr sagen.

Du schmiegst dich an mich, lächelst still
beim Anblick der Präsente:
„Nicht bös sein, weil ich noch nicht will,
trotz DIESER Komplimente.“

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schon wieder

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So wagemutig liegst Du da
in deinem feinen Mieder!
Ich flehe Nein, Du flüsterst Ja:
Oh je, doch nicht schon wieder?!

Du greifst mir jäh ins Accessoir
und ziehst mich zu dir nieder.
Mein Nein verstummt - und wunderbar:
Hurra, ich kann schon wieder!

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Beuteschema

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Grab mir deine Bärentatzen
hart ins Beben meiner Brust,
reiß mir gierig einen Batzen
Fleisch aus meinem Blutverlust.

Schlag mit deinen Löwenfängen
Wunden in mein Lustfilet,
dass ich zu Sirenensängen
ganze Galaxien seh.

Trag mich unter Adlerschwingen
zappelnd in dein Liebesnest,
wetz die wilden Krallenklingen,
gib mir scharf den süßen Rest.

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Akrobatik

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So mancher schreibt vom Liebesspiel,
als hätt er keinen blassen Schimmer,
der Reim schon schlecht und mies der Stil,
macht es der Inhalt oft noch schlimmer.

Wie munter wird da fabuliert,
es drängt, es schwillt, es zuckt ekstatisch,
doch statisch kritisch reflektiert,
dünkt manches komisch akrobatisch.

Das was da schlängelt, züngelt, stöhnt,
kann selbst den Traurigsten erheitern,
denn wer sich meistens selbst verwöhnt,
muss bei der Paar-Erotik scheitern.

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