Ein Weichei rollt den Berg hinab
und lacht als sei es vollgedröhnt.
Es rumpelt, hoppelt, lacht sich schlapp
und ist ans Kugeln nicht gewöhnt.   Es kullert durch so manches Loch
und jauchzt vor Freude wild und laut
vergisst, es ist sonst meistens doch
zu nah am Wasserrand gebaut.

Doch jeder Hang nimmt mal ein Ende,
ist er auch noch so schön und steil
und endet manchmal in Gelände,
da bleibt kein Weichei wirklich heil

Jetzt liegt es da und heult ohwei,
wie bin ich jetzt zerschunden,
nun lieg ich da als Spiegelei,
und lecke meine Wunden.

Doch war es eine wilde Fahrt,
voll Spass und Ausgelassenheit,
hätt ich vor Angst das ausgespart,
säss ich am Grat in Traurigkeit.

Dann lieber unten gründlich heulen,
und mal im Leben was riskieren,
statt voller Angst vor dicken Beulen
als Trauerkloss zu existieren.