Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Schlagwort: Brüste

Froschkönig modern

Auf deinem Busen saß ein Frosch
und quakte: „Lass die Finger
von dieser schönen Frauenbrust,
das sind jetzt meine Dinger!“

Als ich darauf den Frosch verdrosch,
floh er von deinen Brüsten,
zurück ins Glas und träumte dort
von unerfüllten Lüsten.

Ich griff beherzt nach deinem Fleisch,
Du schlugst mir auf die Pfoten:
„Der Frosch ist ein verwunschner Prinz.“
Die sind dir jetzt verboten!“

Du nahmst den Lurch und küsstest ihn
voll Inbrunst auf die Lippen,
er wuchs, er schwoll, es machte Peng!
Er sprengte seine Rippen.

Da hockte nun dein stolzer Prinz
und reckte seine Glieder.
Er sah dich an und sagte „Quak!“
und hüpfte auf und nieder.

Ob Frosch, ob Prinz, wer weiß das schon,
kein Mann ist ohne Macken,
und willst Du einen echten Kerl,
musst du dir einen backen.

Prämissen

(m)

Deine Brust ist Brust der Brüste,
deine Augen sind Idee,
Du bist meine Lust der Lüste,
deine Haut ist Haut per se.

Deine Lippen sind nicht Lippen
unter Lippen, sind Prinzip,
auch dein Herzherz in den Rippen
ist gewiss kein Partizip.

Schüre meine Triebestriebe,
zeige mir dein Lichtgesicht,
Schenk mir deine Liebeliebe,
und Du wirst geehelicht.

(w)

Sag, was soll ich mit Gedichten,
Worte sind nur schöner Schein,
Sex scheint von den Ehepflichten,
dir die wichtigste zu sein.

Ach, ich weiß grad nichts zu sagen,
was nutzt mir der feinste Reim,
willst Du nicht den Einkauf tragen,
hoch ins Wolkenkuckucksheim.

Scheinbar sind dir wohl die Lenden
Alpha, wie mir Omega,
hilf im Haushalt mit den Händen,
dann sag ich womöglich ja.

Ambivalenz

Von deinen Lippen schmeckt die Nacht
nach Beeren, doch ich ahne,
im heißen Fleisch, das mich entfacht,
den Hauch von Knoblauchfahne.

An deinem zarten Schwanenhals
da atme ich Kamille,
vielleicht auch Schweiß, doch keinesfalls
Jasminduft und Vanille.

In deiner Wackelpeterbrust
vergrab ich meine Ohren,
hab dort, im Eifer meiner Lust
ein bisschen Schmalz verloren.

Aus deinem weichen Gluckerbauch
ertönen Gaskaskaden,
wenn ich in deinen Quellsee tauch
um still darin zu baden.

Ich liebe dich, so wie Du bist,
mit jedem unsrer Makel,
und alles, was da menschlich ist,
zerstört nicht mein Mirakel.

Welch Glück, ein Mann!

Besonders packt am heißen Julitage
mich Lust, wie einen Hasen im Genick.
Wohl ob des Beinkleids, das ich sommers trage,
passiert mir allzuoft ein Missgeschick.

In jener mehr als nur prekären Lage,
dem einen peinlich, schweren Augenblick,
in dem ich allem Weiblichen entsage,
wünsch ich mir still das Schneegebraus zurück.

Doch hat manch Frau mit prallen Argumenten
ein Herz für meine Art ihr schön zu tun,
zeigt ihre Lust an meinen Komplimenten,

versteht sie als ästhetisch opportun;
und dankt sie mir mit himmlischen Talenten.
Welch Glück, ich bin ein Mann und nicht immun!

Pro und Contra

Ich liebe kleine Frauenbrüste,
sie sind für meine Hand gemacht,
obwohl auch bei der großen Büste,
mein Herz und auch was andres lacht.

Ich liebe sie die zarte Rundung,
im ersten Drittel einer Frau,
und dies Gedicht spricht von Bewund’rung
für den kleinen Vorderbau.

Doch mag ich auch das große Mittel,
mit dem sie Lustsignale sendet,
auch wenn es statt im ersten Drittel,
in etwa bei der Hälfte endet.

Denn Brüste sind ein Markenzeichen,
für Liebe, Lust und Fruchtbarkeit,
doch sind nicht nur die großen, weichen
ein Synonym für Weiblichkeit.

Drum will ich eine Lanze brechen,
(nicht meine eigne) – für die kleine Brust,
sind doch die Frau’n mit kleinen, frechen,
oft wahre Göttinnen der Lust.

Nun wollen wir die Frau nicht messen,
nur an der Optik ihrer Blusen,
kann Man(n) doch herrlich selbstvergessen,
an Brüsten jeder Größe schmusen.

Bald schreib für alle, die nun schelten,
dass nicht der Damen schöner Vorderbau,
kann als Essenz des Weibes gelten
ich eine Hymne an den Po der Frau…

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