Archiv für das Tag 'küssen'

nimmermehr

Abgelegt unter Liebe

Ich will dich in den Kissen küssen
nimmermehr vermissen müssen.

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Audienz

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Ich beiß dir rote Flecken
ins Elfenbein der Haut,
wie hat mein sanftes Lecken
sie morgengleich betaut.

Ich zünde Freudenfeuer,
Du brennst, ich schmecke heiß
das Salz, und ungeheuer
die Lust in deinem Schweiß.

Gelenkt vom leisen Wimmern,
dem Griff in meinem Haar,
bestaune ich das Schimmern
in deinem Alcazar.

Ich klopfe an die Pforte,
Du seufzt und lädst mich ein,
zeigst mir ganz ohne Worte,
ich soll willkommen sein.

Beredt verlangt mein Schweigen
fast frech nach Audienz,
bei dir in einem Reigen
von Schwingung und Frequenz.

Bald spüre ich im Zittern,
das samten dich durchwebt
die Welt ins Nichts zersplittern,
als jäh dein Schloss erbebt.

Der süßen Pflicht enthoben,
sagt mir dein weicher Blick:
“Komm her, ich bin hier oben,
mein Mund will dich zurück.”

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Gleitzeit

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Es war ein Tag wie Terpentin,
ich zog Routinekreise,
die Zeit roch streng, flog schnell dahin,
auf altbekannte Weise.

Auf einmal drang ein Duft von Grün,
in meine Blinddarmnase.
Ich schmiss den Nachmittagstermin,
floh alle scharfen Gase.

Die frische Luft roch feminin,
nach bunter Blütenpause,
ich küsste meine Gärtnerin,
und nahm sie mit nach Hause.

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Mehrstromland

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Ein Samtgeflecht von weichen Grannen
ummoost dein Tal der Fruchtbarkeit,
durch das einst warme Bäche rannen,
wie Tränen der Glückseligkeit.

Ich wollte mich auf ewig laben,
in deinem wilden Mehrstromland,
mich tief ins süße Früchtfleisch graben,
das ich so satt und saftig fand.

Mir war das Schicksal nicht gesonnen,
der Herbst kam schnell und gnadenlos,
zwang mich zum Abschied aus den Wonnen
in deinem zarten Sehnsuchtsschoß.

Ich denk noch oft an deine Früchte
die ich noch voller Pracht verließ,
spür traurig, wie ich seufzend flüchte,
im Traum zurück ins Paradies.

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Augenweide

Abgelegt unter Erotisches

Ich lieg auf meiner schönsten Augenweide,
von Frühlingsdüften bittersüß umfangen,
den leisen Wind um wintermüde Wangen,
fühl ich die Lust auf sommerfrohe Heide.

Das Kältegrau, an dem ich fröstelnd leide,
weicht zögernd sehnlich schmerzendem Verlangen,
nach Früchten, die in satten Wipfeln prangen,
und Luft um meine Haut, wie Samt und Seide.

Ich atme Gras, spür warme Erde beben,
es reißt ein tiefes, unbedingtes Müssen,
mich in ein neues, prall gefülltes Leben.

Ein Traum, genährt von nimmermüden Flüssen,
lässt mich in immergrüne Himmel schweben,
und ich will endlich deine Lippen küssen…

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