Dein Kuss lässt in mir Vögel fliegen,
lässt in mir Flüsse rückwärts gehen,
dein Kuss kann meinen Schmerz besiegen
und lässt mich neue Ufer sehen.
Dein Kuss vertreibt die größten Sorgen
und macht zu neuem Tun bereit,
er wendet mich hinein ins Morgen,
und löst aus der Vergangenheit.
Dein Kuss lässt meine Seele schweben,
und zeigt mein Sein in schweren Zeiten,
in meines Herzens sanftem Beben,
als Wunderwelt der Möglichkeiten.
Dein Kuss lässt mich mein Leben spüren,
er macht mich wach und macht mich reich,
kann mich aus meinen Ängsten führen,
und macht mich, wo ich hart war, weich.
Ich will mit dir im Kuss versinken,
Dein Du, mein Ich im tiefsten Wir,
und will dem Tagwerk Abschied winken,
mit Dir vereint im Jetzt und Hier.
Ich weiß Du kannst mir nicht gehören,
es sei denn, dass Du Dich mir schenkst,
drum lass mich dich im Kuss betören,
damit Du dich in mich versenkst,
damit Du bleibst in in meiner Seele,
in meinem sonst so leeren Ich
weil ich mich ohne dich verfehle,
drum meine Liebste küss ich dich…
In falschem Rhythmus tickt die Zeit,
will stur nicht in die Zukunft geh’n,
der Weg zu Dir wird schmerzvoll weit,
wenn sich die Zeiger rückwärts dreh’n
Ein Lichtjahr wird aus großer Nähe,
wenn sich der Raum ins Gestern krümmt,
aus meinem Wunsch, dass ich Dich sähe,
wird Schmerz, der mir den Atem nimmt.
Ein schwarzes Loch frisst meine Seele,
bleibst Du noch lange mir verwehrt,
die Sehnsucht schnürt mir meine Kehle,
bis leidvoll sie mein Herz versehrt.
Ich will mir eine Sanduhr stehlen,
und dreh die Zeit ganz einfach um,
damit wir uns nicht mehr verfehlen,
im Herz-Raum-Zeit-Kontinuum.
Verborgen tief im Seelengrunde,
ruht dir ein schlummernder Vulkan,
zu seinen Füßen schlafen Höllenhunde,
sie warten still auf eine Herzenswunde,
und dass dir jemand wehgetan.
Lässt großer Schmerz den Berg zerspringen,
bis er sein heißes Feuer speit,
kann niemand sie zur Ruhe zwingen,
sie nicht im Streit zur Erde ringen,
so lange deine Seele schreit.
Sie kennen nur ein einzig Streben,
und jagen auf das Böse zu,
sie würden dir ihr ganzes Leben,
und noch viel mehr als jenes geben,
im Kampf für deines Herzens Ruh.
Doch deine Hunde sollen schlafen,
bei mir bist Du nicht mehr allein,
ich will, seitdem wir zwei uns trafen,
für dich ein warmer Heimathafen,
und steter Quell der Liebe sein.