Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Tag: Sex

Nur auf ein Bier zu mir…

Von unten wirken deine prallen Brüste,
wie Luftballone auf nem Trampolin,
„Mit was gefüllt?“, ist’s was ich gerne wüsste,
mit heißem Gas, mit Gel, mit Glyzerin?

Vor meinen Augen tanzen kecke Spitzen,
parabeln munter, streifen meine Haut,
als wollten mich zwei Pendel blutig ritzen,
ich denk an Poe und fürchte den Knockout.

Spür mich mit links in deine Früchte langen,
ich greife wie von Sinnen in die Pracht.
Will einen Nippel mit den Zähnen fangen,
die rechte Hand zieht tiefer in die Schlacht.

Dein Hintern pumpt auf meinem Bohrgestänge,
und Schweiß von deinem Unternabelbauch,
rinnt scharf wie Säure über mein Gehänge,
ich stöhne lauthals, hör, Du wimmerst auch.

Ich fasse endlich deine Hinterbacke,
mein Kopf vibriert in deinem Glockenspiel,
Du bläst enthemmt zur tödlichen Attacke,
wie eine Hexe auf dem Besenstiel.

Mich schwindelt, als die letzten Sinne schwinden,
Du zitterst und der Schweiß von deiner Stirn,
lässt meine Augen feuerheiß erblinden,
brennt sich wie Lava in mein wirres Hirn.

Du bäumst dich auf, brichst dann erschöpft zusammen,
auf mir, und stirbst den zuckersüßen Tod,
in mir verknistern ein paar letzte Flammen,
ich schnapp nach Luft aus tiefster Atemnot.

Wir lächeln glücklich, schmusen in den Kissen;
ich brauch ein Bier nach diesem wilden Ritt.
Fast fürchte ich, Du willst davon nichts wissen,
da küsst Du mich und lachst: “Bring mir eins mit…”

Erotische Gedichte

So schwer ist’s ein erotisches Gedicht zu schreiben,
zu schmal der Grat, auf dem der Dichter sich bewegt,
schreibt man es dreist, als würden es die Tiere treiben,
hat man den Mob zwar schnell von leichter Hand erregt,

den Connaisseur jedoch mit Deftigkeit vertrieben,
auch die Pudeurs der dichterischen Hautevolee
verletzt, doch lässt man eher blümchenmäßig lieben,
schläft mancher Leser schnarchend auf dem Kanapee.

Ob schmutzig derb, im Tenor wild und lüstern zotig,
ob metaphorisch zart und sprachlich subkutan,
der eine meckert über viel zu viel Erotik,
dem andern klingt es lahm und lustfrei filigran.

So ist’s beim Porno-Schreiben wie im wahren Leben,
beim Sex kennt jeder seine eigne Art von Heil,
Du kannst nicht allen gleiche Stimulanzien geben,
ein scharfes Werk macht immer nur die Hälfte geil.

Wär dir die Seife unter der Dusche… (ab 18)

…nicht aus der Hand gerutscht,
Du hättest dich nicht gebückt,
der Vorhang wär nicht zur Seite geglitten,

Du hättest mich nicht gelutscht,
wir hätten wohl nicht gefickt,
und Du hättest mich nicht so wild geritten –

so ist das nun mal mit den Trieben,
der Gelegenheit und den Dieben…

One Night Stand

Sag mir noch deinen Namen,
bevor Du mich gleich küsst,
damit dein heißer Samen
nicht unpersönlich ist.

Erzähl mir was von Liebe,
das jede gerne hört,
weil sonst das Spiel der Triebe
mein braves Herz verstört.

Ich bin für alles offen,
und dass ich schlafen kann,
lass mich ein bisschen hoffen,
und sag, Du rufst mich an.

Essenzen

Wie schmecken deine Küsse wild,
nach köstlichen Essenzen,
dein Duft ist würzig und doch mild,
voll feiner Ingredienzen.

Was sacht uns in die Lust verwebt,
ist wie ein weiches Blatt,
das zwischen uns zu Boden schwebt
und feine Härchen hat.

Dein Blick verschleiert, feucht dein Haar,
wirkst Du so weit entrückt
und dennoch ganz unfassbar nah,
dass es mich fast erdrückt.

Das Wasser spielt um deine Brust,
es dampft, es perlt und fließt,
bis unbezähmbar heiße Lust,
sich in mein Sein ergießt.

Im Kuss verbunden drehe ich,
dich tief erregt und stumm,
mit sanftem Druck, nicht zögerlich
den Atem schwer, herum.

Vom Nacken strömt der warme Strahl,
befreit und ungezähmt,
verlockend glitzernd in dein Tal,
mein Herz scheint wie gelähmt.

Du beugst Dich fügsam, ohne Zwang,
und zeigst mir, Du bist mein,
folgst still dem ungestillten Drang
und lädst mich zu dir ein.

Ich führe dich, in dir versenkt,
durch unser süßes Spiel,
in Liebe eins, von Lust gelenkt
gelangen wir ins Ziel.

Du drehst dich zu mir, schaust mich an,
suchst meinen warmen Kuss,
ich zieh dich ganz zu mir heran,
weil ich dir nah sein muss.

Jetzt schmecken deine Küsse mild,
voll süßer Ingredienzien,
doch ist dein Duft, jetzt voll und wild,
aus würzigen Essenzen.

So schlecht

Auf der Seite liegen
Gesicht an Gesicht,
Bauch an Bauch,
Körper und Zungen
ineinander verschlungen
und in Dir sein,
tief, ganz tief
und spüren,
wie Du mich umfasst,
warm
weich
und feucht –

wie wir uns
nur ein wenig
bewegen
ganz dem Spüren
hingegeben
pulsierend –
Deinen Atem hören,
Dein leises Stöhnen,
wie es sich mit dem meinen
vermischt,
Dir dann
in die Augen schauen
und ihn fließen lassen
den glühenden Fluss
der Liebe

ist manchmal besser

als wildstoßend
schweratmend und nass
ekstatisch verwrungen,
und weltvergessen
die Welle der Lust
über uns zusammenbrechen
zu lassen
bis unsere Herzen
zu zerspringen scheinen –

als seien wir
Sportler
die beide glauben
die Goldmedaille
im Vögeln
verdient zu haben.

aber so schlecht
ist das bei Licht betrachtet
eigentlich auch nicht…

Sinnlich sein

Ich möchte mit Dir sinnlich sein,
und Deine Nähe schmecken.
Dich atmen und ganz in Dir sein,
und Deine Lust erwecken..

Ich möchte Deine Stimme hören,
und Deine Seele spüren,
will Dich mit meiner Haut betören,
und Deinen Geist berühren.

Ich möchte Deinem Körper schenken,
meine ganze Männlichkeit,
will jedes kleine Gramm bedenken,
mit meiner ganzen Zärtlichkeit.

Ich möchte Deine Haut entflammen,
mit Dir in wilder Lust ertrinken,
und will danach mit Dir zusammen,
ermattet in die Kissen sinken.

Ich möchte mit Dir sinnlich sein,
und mich in Deine Hände geben,
Ich als Dein Brot, Du als mein Wein,
das möchte ich erleben…

Stiftung Warentest

Ich würde dich so gern probieren,
dich sanft auf Herz und Nieren testen,
würd’ gar zu gern an dir hantieren,
natürlich nur zu deinem Besten.

Ich möchte dich so gern justieren,
und Funktionalitäten checken,
dich sanft mit feinen Ölen schmieren,
und dein Spezialprogramm entdecken.

Ich möchte dich so gerne starten,
mit allen deinen Möglichkeiten,
kann unsern Test kaum noch erwarten,
Hach, würde mir das Spaß bereiten…

Auf ewig

Als ich deinem Atem lauschte,
dein weit entrücktes Beben sah,
mit dir sanft tastend Küsse tauschte,
und meine Seele Lust gebar,
die tief in meinem Herzen rauschte,

da rührte sich ich in dir ein Wollen,
es bot sich mir als Sehnen dar,
und forderte von mir ein Sollen,
so wie ein tiefes Donnergrollen,
das schon von fern bedrohlich war.

Ich ließ mich mit den Winden treiben,
sie zausten mir das feuchte Haar,
ich wollte mich in dir entleiben,
um lustvoll mir dir ganz und gar,
auf ewig dort im Sturm zu bleiben.

© 2017 Terrabella

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