Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Tag: Weihnachten

Der Weihnachtself

Es war einmal ein Weihnachtself,
der kriegte mächtig auf die Zwölf.
Jetzt ist er noch, wie leicht zu sehn,
bestenfalls ein Weihnachtszehn.

Weihnacht Heimat

Schon wieder ist ein Jahr gegangen,
Die Welt macht sich zum Fest bereit,
und rotgefärbte Kinderwangen
sind voller Hoffnung, dass es schneit.

Die Nacht ist still und tausend Sterne
Erleuchten hell das Himmelszelt.
Sie wärmen uns trotz ihrer Ferne
Die Herzen und die Winterwelt.

Der Baum beherbergt die Geschenke,
Ein jeder Tisch ist reich gedeckt,
Die Speisen edel, die Getränke
So fein, dass es nach Himmel schmeckt.

Doch ist mit all den schönen Gaben,
Mit denen uns die Zeit verzückt,
Und all der Freude, die wir haben,
Nicht jeder Mensch zugleich beglückt.

Das Herz der Weihnacht heißt auch teilen,
Und jenen, die zum Fest allein
Nach Furcht und Flucht jetzt bei uns weilen,
soll Heimat unsre Gabe sein.

Weihnacht

Ein Glitzern liegt auf  dieser Erde,
der Himmel leuchtet sternenklar,
auf dass es endlich Weihnacht werde
nach einem langen schweren Jahr.

Es schreibt sich Hoffnung in die Herzen
mit einem leisen Federschwung,
befreit uns Menschen von den Schmerzen,
und Seelen von Verbitterung.

Das Fest ruft auf zu guten Taten
es macht zum Friedensschluss bereit,
ermahnt die Lenker aller Staaten
zum Aufbruch in die neue Zeit.

Der Geist der Weihnacht macht uns hoffen,
er schenkt uns eine tiefe Kraft.
Die Herzen stehn dem Nächsten  offen,
sind voll der Liebe Leidenschaft.

Begeht das Fest in aller Stille,
kehrt in euch ein und kehrt euch aus.
Dann tragt in euch die Liebesfülle
verzaubernd in die Welt hinaus.

Weihnachtswunder

Verwirrt durchtaumle ich die die vollen Gassen,
fast blind vom Prunk, der unerträglich ist,
und seh in lemmingleichen Menschenmassen
den Lindwurm, dessen Maul sein Schwanzstück frisst.

Ich schau entsetzt in leere Teiggesichter.
Sie wanken wachsweich starr und fischweis stumm
im Fadenschein und Trug der harten Lichter,
das Antlitz lobotomisch glatt, herum.

Doch an den Händen nährt ein frohes Hoffen
ein Lachen, das dies Blendwerk überstrahlt.
Den Kindern steht das Weihnachtswunder offen,
für das man als Erwachsener bezahlt.

© 2017 Terrabella

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