Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Tag: Zärtlichkeit

komm her

Aus Lust zurück ins Bett von Blumenblättern fallen,
nicht stürzen: gleiten, sanft ins weiche Blütenmeer,
erschöpft uns zärtlich neubeginnen nach dem Wallen,
uns küssend halten, bald dann wieder rangeln, krallen –
uns neu erheben, neu verweben, kreuz und quer,

das wünsch ich mir so sehr… komm her…

Reise

Du schaust mich an und flüsterst leise:
“Komm! Küss mich sanft, und halt mich fest.
Dann nimm mich mit auf eine Reise,
die mich die Welt vergessen lässt.”

Ich seh dich an und lächle leise:
“Weil Du für mich die Liebe bist,
geh ich mit dir auf diese Reise,
bei der das Ziel ein Anfang ist…”

Urlaub mit dir

Mit Dir an einem Sandstrand liegen,
und Dich mit zartem Kuss verführen,
das ist wie in den Himmel fliegen
und dort die weißen Wolken spüren…

Mein Streicheln, sanft in Deinen Haaren,
ein warmer Kuss auf Deinen Bauch
und alle Sorgen die da waren,
sind ein Gespinst aus feinem Rauch…

Die Hand auf Deinem weichen Rücken,
die Lippen heiß auf Deiner Haut,
ich spür voll Freude Dein Entzücken,
in jedem Atem, jedem Laut…

Die Zunge will zur fernen Küste,
die tief in Deinem Süden liegt,
liebkost die Knospen Deiner Brüste,
hat all die Zweifel lang besiegt…

Dein Bauch lockt mich mit Blütendüften,
schmeckt süß nach feinem Beerenwein,
und Deine lustvoll schönen Hüften,
sie laden mich zum Bleiben ein…

Du öffnest Deine letzte Pforte,
und gibst mir Dein Geheimnis preis,
Du bittest mich, ganz ohne Worte,
die ich aus Deinem Seufzen weiß…

Ich küsse Deine schöne Mitte,
genieß die glühend heiße Flut,
erhöre Deine leise Bitte,
mit sanften Kuppen in der Glut.

Dann höre ich in dir ein Beben,
ein machtvoll brodelnder Vulkan,
will Deine ganze Lust erleben,
so wie ein tosender Orkan…

Fühl’ Dich in meinen Armen liegen,
kann tief in Deinen Augen sehen,
Du willst mit mir noch höher fliegen,
und immer weiter mit mir gehen…

Mit allen Sinnen

Dein Liebeswerben wird in meinen Strahlenblicken
gespiegelt und in leuchtend helles Licht gehüllt,
wenn sich dein Tun und mein Begehren wild verquicken,
wird unser Hunger auf das größte Glück gestillt.

In meinen Ohren werden deine Sehnsuchtslaute
gefangen und in tiefste Tiefen reflektiert,
die Lust, die sich im Flechtwerk deiner Venen staute,
wird lautstark meinem heißen Herzen injiziert.

Es dringt dein Duft wie Wachs mir durch das Hautgewebe,
tropft mir ins Herz in einem steten Intervall,
zeigt mir das Ziel für das ich tapfer kämpfend lebe,
mir bebt die Brust im nimmermüden Widerhall.

Mit zarten Händen tauchst Du meine Welt auf Erden
ins Himmelblau und schenkst ein stilles Paradies,
in dem wir eins aus zwei entflammten Herzen werden,
die Haut verbrennt im Feuersturm auf ihrem Vlies.

Auf deiner Zunge schmeckst Du meine feinsten Schuppen,
mit weichen Lippen raubst Du mir den Rest Verstand,
und deine heiß elektrisierten Fingerkuppen
versetzen mich ins sinnlichste Schlaraffenland.

Verknallt

Es wibbelt, es kribbelt, es hibbelt es juckt,
es zittert, es rüttelt, es schüttelt, es zuckt,
ich habe mich offenbar in dich verguckt.

Es flattert, es rattert, es schnattert, es lallt,
es plappert, es klappert, es rappelt, es hallt,
ich hab mich wohl tierisch in dich verknallt.

Es flötet, es flirtet, es flüstert, es fiept,
Es grummelt, es hummelt, es fummelt, es gibt,
ich habe mich unsterblich in dich verliebt.

Es prickelt, es fickelt, es vögelt, es poppt,
doch jetzt wird’s persönlich, drum wird hier gestoppt.

Mehrstromland

Ein Samtgeflecht von weichen Grannen
ummoost dein Tal der Fruchtbarkeit,
durch das einst warme Bäche rannen,
wie Tränen der Glückseligkeit.

Ich wollte mich auf ewig laben,
in deinem wilden Mehrstromland,
mich tief ins süße Früchtfleisch graben,
das ich so satt und saftig fand.

Mir war das Schicksal nicht gesonnen,
der Herbst kam schnell und gnadenlos,
zwang mich zum Abschied aus den Wonnen
in deinem zarten Sehnsuchtsschoß.

Ich denk noch oft an deine Früchte
die ich noch voller Pracht verließ,
spür traurig, wie ich seufzend flüchte,
im Traum zurück ins Paradies.

Wir

Vorbei sind nun die schönen Tage,
verflossen ist die kurze Zeit,
geneigt hat sich des Schicksals Waage,
wir sind zu allem nun bereit.

Doch droht der frischen, starken Pflanze,
durch schwarzes Drohn am Firmament,
dass sie noch jung, noch als Romanze
in Sturmgebraus und Blitz verbrennt.

So wollen unsre Angst wir nehmen,
als Zeichen für das große Glück.
Sie macht uns weit, statt uns zu lähmen
und gibt sich uns als Kraft zurück.

Wir haben Hingabe erfahren,
sie war natürlich uns und klar,
kann uns im Schmerz der Welt bewahren
vor jeder Krise und Gefahr.

Wir sind gesprungen und wir schweben
und halten uns mit fester Hand;
besiegt der Zweifel durch das Leben,
sind Furcht und Misstraun nun gebannt.

Noch brennen in uns schwere Fragen,
wohin das Lebensglück uns treibt.
Es ruft uns an: “nicht zaudern, wagen!“
Damit die große Liebe bleibt.

Ich lieb Dich mehr als alle Habe,
als alles Gut auf dieser Welt
und weiß, dass Deine Liebesgabe
mir sternengleich die Nacht erhellt.

Vor uns da liegen schöne Tage
und eine wunderbare Zeit.
Wir sind uns Antwort auf die Frage
nach Liebesglück und Seligkeit.

Drum süße Schwermut, wanke, weiche!
der allergrößten Leichtigkeit,
mach Raum für eine sehnsuchtsreiche
Liebe – tief und federleicht…

So schlecht

Auf der Seite liegen
Gesicht an Gesicht,
Bauch an Bauch,
Körper und Zungen
ineinander verschlungen
und in Dir sein,
tief, ganz tief
und spüren,
wie Du mich umfasst,
warm
weich
und feucht –

wie wir uns
nur ein wenig
bewegen
ganz dem Spüren
hingegeben
pulsierend –
Deinen Atem hören,
Dein leises Stöhnen,
wie es sich mit dem meinen
vermischt,
Dir dann
in die Augen schauen
und ihn fließen lassen
den glühenden Fluss
der Liebe

ist manchmal besser

als wildstoßend
schweratmend und nass
ekstatisch verwrungen,
und weltvergessen
die Welle der Lust
über uns zusammenbrechen
zu lassen
bis unsere Herzen
zu zerspringen scheinen –

als seien wir
Sportler
die beide glauben
die Goldmedaille
im Vögeln
verdient zu haben.

aber so schlecht
ist das bei Licht betrachtet
eigentlich auch nicht…

Wirden

Du sollst mein Herz mit duftig warmen Erdenhänden,
wie Mutterboden, fest und dennoch weich umschließen,
ihm Nahrung, Wärme und das Licht der Sonne spenden,
und stets mit tiefer, niemals müder Liebe gießen.

Lass mich im Humus deiner Seele Wurzeln schlagen,
in immer wieder neu gegründeten Symbiosen,
dass wir erblühn und wundervolle Früchte tragen,
wenn sich dein warmer Schoß und meine Kraft liebkosen.

Umarmt in süßen Stunden innigster Begierden,
sind wir uns Schutz im Wind und können nicht verwehen,
bis wir entgrenzt in einem weltbefreiten Wirden,
im letzten Kuss entzweiter Einsamkeit vergehen.

Sonntagsfrühstück

Ich will in Deine Augen schauen,
dir lächelnd feine Butter geben,
wir könnten Knusperbrötchen kauen,
und hoch auf Wolke Sieben schweben.

Möcht In Nutella schwelgen dürfen,
Dein Lächeln, Deine Augen sehn
mit dir Kaffee und O-Saftschlürfen,
das wäre wirklich wunderschön.

Dann will ich dein Verlangen spüren,
Du machst mich wild und lustvoll wirr,
Dich auf dem Frühstückstisch verführen,
inmitten von Kaffeegeschirr,

mit Konfitüre Dich bestreichen,
sie mit der Zunge sanft vermalen,
dann sollst Du mir den Honig reichen,
für noch mehr süße Liebsqualen.

Ich spüre Deinen Körper beben.
Du meine zarte Süßigkeit,
Du hast Dich vollends hingegeben,
nun ich bin auch für Dich bereit.

Willst meinen Zuckerguss genießen,
und ziehst mich tief in Dich hinein,
will in Dein Wogen mich ergießen,
und Deiner Lust ein Diener sein.

Zärtlich nun, dem Sog entronnen,
von Lust- und Liebesvöllerei,
lockst Du mich schon mit neuen Wonnen,
es ist noch lange nicht vorbei…

Dein Lachen

Dein Lachen lässt die Sonne strahlen,
und macht mir einen warmen Bauch,
kann mir im Herzen Bilder malen,
und bleibt in mir als leiser Hauch,

der sanft mich durch den Tag begleitet
mit seinem süßen Glockenklang,
mir Freude, Lust und Spaß bereitet,
ist mancher Tag auch schwer und lang.

Danke für Dein schönes Lachen
und Deine große Fröhlichkeit,
Dein nah sein, Dein mich glücklich machen,
Dein Du und Deine Zärtlichkeit.

Dein Kuss

Dein Kuss lässt in mir Vögel fliegen,
lässt in mir Flüsse rückwärts gehen,
dein Kuss kann meinen Schmerz besiegen
und lässt mich neue Ufer sehen.

Dein Kuss vertreibt die größten Sorgen
und macht zu neuem Tun bereit,
er wendet mich hinein ins Morgen,
und löst aus der Vergangenheit.

Dein Kuss lässt meine Seele schweben,
und zeigt mein Sein in schweren Zeiten,
in meines Herzens sanftem Beben,
als Wunderwelt der Möglichkeiten.

Dein Kuss lässt mich mein Leben spüren,
er macht mich wach und macht mich reich,
kann mich aus meinen Ängsten führen,
und macht mich, wo ich hart war, weich.

Ich will mit dir im Kuss versinken,
Dein Du, mein Ich im tiefsten Wir,
und will dem Tagwerk Abschied winken,
mit Dir vereint im Jetzt und Hier.

Ich weiß Du kannst mir nicht gehören,
es sei denn, dass Du Dich mir schenkst,
drum lass mich dich im Kuss betören,
damit Du dich in mich versenkst,

damit Du bleibst in in meiner Seele,
in meinem sonst so leeren Ich
weil ich mich ohne dich verfehle,
drum meine Liebste küss ich dich…

© 2017 Terrabella

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