Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Ikarus

Noch nie hab ich so was gefühlt,
ich war mir selbst darin so fremd,
noch nie war ich so aufgewühlt,
so stumm, so schüchtern, so gehemmt.

Womöglich war es nur ein Kuss,
bei Nachtmusik und Kerzenlicht
der wirklich nichts bedeuten muss
das frag ich mich und weiß es nicht.

Was gestern war, ist heut vorbei.
Und was geschah, war nur ein Traum?
Bin ich jetzt einsam oder frei?
Vielleicht in einem Zwischenraum?

Hat diese Nacht denn einen Sinn,
den ich allein ergründen muss?
Liegt mehr als schöner Schein darin?
Wohl kaum. Es war doch nur ein Kuss.

Und ich? Ich war dein Ikarus…

3 Kommentare

  1. Karfunkelfee

    6. Juni 2012 at 18:09

    Ikaria grüßt mit blühendem Oleander
    sie ist nach Dir, Dädalos‘ Sohn benannt,
    Du, der ihre kargen Berge, ihre grünen Täler
    auf der Suche nach Küssen durchwanderte

    Die Sonne schmolz Dir das Wachs
    von den Flügeln
    bleichte die Haut hell wie Flachs
    verbrannte Träume wie Lügen

    Das Meer löschte Deine Seele
    das Salz trocknete Deine Haut
    den Sturz würdest du wieder wählen
    das glutvolle Echo der Sonne
    es liebte Dich so laut.

    Ein wunderbares Gedicht von Dir.
    Ich habe mir erlaubt, ein wenig zu korollieren.

    Viele Grüße,
    die Karfunkelfee

  2. zum träumen schön…seufz

    hast du lust wieder bei meinem adventskalenderprojekt mitzumachen?
    es wäre schön wenn ich auch einen beitrag von dir hinter einem der 24 türchen legen dürfte

    vielleicht hast du ja was für mich?
    schau mal:
    http://sterntalerchenslyrik.wordpress.com

    alles liebe Sterntalerchen

  3. sehr schön und ein wenig klingt es wie meines von heute, so sinnmäßig, so traummäßig …
    lg vom lu

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