Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Schlagwort: Vermissen

Deinem Duft

Deinem DuftWie könnte ich den Zauber fliehen,
den Du auf meine Tage legst,
kann mich dem Wunder nicht entziehen,
mit dem Du meine Welt bewegst.

Zu Hause steh ich vor dem Spiegel
und frage mich die ganze Zeit,
warum hab ich nur keine Flügel,
ist doch der Weg zu dir so weit.

Ich geh und schlage meinen Kragen
nach oben in der kalten Luft,
so lang mich meine Füße tragen
folg ich im Dunkel deinem Duft.

Nirgendwo

Die Tür macht Bumm
Ich dreh mich um
Ich geh zurück
Und schau herum
Es fehlt ein Stück
Von meinem Glück

Ich schlucke stumm
Ich bin so voll
Und fühl mich leer
Da ist kein Groll
Doch ist es schwer.
Vermiss dich sehr.

Ich seh ringsum
Nur dein Gesicht
Und spür die Kluft
Da bist Du nicht
Riech deinen Duft
Noch in der Luft

Ich frag warum
Bist Du nicht da
Du fehlst mir so
Und bist doch nah
Ich ruf Hallo
Ins Nirgendwo

Mit der Zeit

Wenn Du jetzt gehst, zerspringt das All in abertausend Stücke,
die Sterne stürzen sterbend aus dem Schwarz der warmen Nacht,
zerschellen klirrend auf den letzten Metern unsrer Brücke,
ich falle kopflos, wie aus einem Fiebertraum erwacht.

Das Bodenlose scheint mir letzte Heimat ohne Seele
in der ich jetzt und alle Ewigkeit gefangen bin.
Der Durst nach deiner Nähe brennt wie Feuer in der Kehle,
die Lust auf deine Haut vernebelt traurig meinen Sinn.

Ich spür den Aufschlag nicht auf diesem Ozean der Scherben,
bin fast betäubt vom Schmerz, der wie ein Sturmwind in mir tost,
kann ohne dich nicht leben und will ohne dich nicht sterben,
find weder Linderung noch irgendeine Form von Trost.

Ich schließe meine Augen, seh dein Lachen und ich träume,
Du wärst bei mir mit deiner uferlosen Zärtlichkeit,
durchstreif auf Strernensplitterböden suchend leere Räume,
doch finde nur Gedanken, die verblassen mit der Zeit.

nimmermehr

Ich will dich in den Kissen küssen
nimmermehr vermissen müssen.

Kann nicht verstehen

Dich nicht zu sehn
schnürt meine Kehle
dich nicht mehr spürn,
quält meine Seele,
dich nicht mehr hörn
reißt mich entzwei.

Dich nicht zu küssen,
lässt mich fast weinen,
und dich vermissen,
will mich verneinen,
nie mehr dich halten,
macht’s Herz zu Blei.

Dir Lebewohl zu sagen,
lässt mich fast sterben,
uns nicht zu wagen,
scheint mein Verderben,
und dich vergessen,
macht mich nicht frei.

So sage ich
in diesen Zeilen,
ich liebe Dich,
doch kann nicht weilen,
kann kaum verstehn ,
dass es so sei…

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