Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Durch dich

Durch dich seh ich die Welt mit tausend Augen,
seh jeden Schimmer in der schwarzen Nacht,
aus deinen Blicken kann ich Hoffnung saugen,
Du schaust auf mich, gibst sorgsam auf mich acht.

Durch dich kann ich durch jene Wände hören,
die ich mir bau zum Schutz und als Versteck,
Du bist der Weg aus meinen Nadelöhren,
in dir bekommt mein Dasein einen Zweck.

Durch dich wird meine Adamshaut empfänglich
für jede noch so leise Zärtlichkeit,
ich bin durch dich nicht weiter unzugänglich,
Du machst mir Mut und schenkst mir Sicherheit.

Durch dich ist da ein Duft im Trivialen,
ein Hauch von Übermut liegt in der Luft,
die Sonne hat mehr Licht in ihren Strahlen,
Du bist die Brücke über meine Kluft.

Durch dich kann ich aus deinen Poren lesen,
verspüre Heimatglück an deiner Haut,
mein Herz blüht auf, ich kann vom Schmerz genesen,
die Welt wird warm durch dich und urvertraut.

Durch dich liegt Einheit in den Einzelsinnen,
Fragmente fügen sich, mein Sein wird heil,
die Zeit will nicht mehr ohne Wert verrinnen,
Durch dich wird mir ein neues Glück zuteil.

2 Kommentare

  1. Thomas

    10. März 2010 at 12:35

    Liebe Claudia,
    das war tatsächlich ein Versehen. Ich zähle sonst genau, aber hier hat mich die optisch vergleichbare Zeilenlänge wohl ein bisschen blind sein lassen. Deine „Adamshaut“ gefällt mir sehr, und wenn Du erlaubst, werde ich sie übernehmen.
    Danke für die lieben Worte und die Aufmerksamkeit darin.
    Liebe Grüße, Thomas

  2. Claudia Bräutigam

    10. März 2010 at 10:43

    Hallo Thomas!
    Mit Deinen Gedichten schaffst Du es immer wieder, mich poetisch um den Finger zu wickeln. Auch hier bist Du auf dem besten Weg. Es gibt Themen, die ständig zu neuen Ideen reizen und einen Dichter über Jahre beschäftigen können. „Durch dich“ scheint mir so ein Thema zu sein, und ich denke, es darf noch ein wenig reifen.

    S.3, Z.1 ist nur vierhebig. War das Absicht?

    „Durch dich wird meine Haut empfänglich“

    Hier würde ich Dir gerne eine „Adamshaut“ schenken, falls sie Dir gefällt. Das ist aber jetzt keine Gardinenpredigt. Dein Gedicht ist absolut veröffentlichungswürdig, und ich hab’s gerne gelesen.

    Liebe Grüße
    Claudia

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