Terrabella

Gedichte gegen das Alltagsgrau...

Morgendusche

Kann man sich Blicke so vom Körper spülen
wie kleine Schmutzpartikel, oder frischen Schweiß,
die Feuerhaut mit heißem Wasser kühlen,
nach Küssen wie Magnesium im Trockeneis?

Fast spür ich deine feinen Speichelspuren
von meinem Körper rinnen, seh auf meinem Bauch,
wie sich im Spiegelbild der Armaturen,
die Seife mischt mit deinem zarten Atemhauch.

Nun wasche ich den Abdruck deiner Lippen
aus all dem Neuland. War es nur ein schöner Traum,
von deiner Zunge, die von meinen Klippen,
den Weg sich bahnte hoch zu meinem Lebensbaum?

Ich atme Schwüle aus den Wassertropfen,
bin wieder ganz und gar von neuer Lust beseelt,
Minuten später höre ich dein Klopfen,
mir scheint, Du hast mir länger als ein Jahr gefehlt.

1 Kommentar

  1. Georgia Dreblow

    27. März 2010 at 20:35

    Hallo Thomas,

    ich bin froh, dass ich Dich beim Stöbern hier gefunden habe, bin natürlich gleich durchgestürmt in Dein Bad (Morgendusche),
    von allen Deiner mir bekannten Liebesgedichte, gefällt mir dieses am besten, obwohl Dein Stillleben auch schon ein richtig gut gelungenes Gedicht ist, und Du bekommst von mir die volle Punktzahl :-)))
    habe mich hier in Deinem Lyrischen Wohnzimmer sehr wohl gefühlt, und schaue mit Sicherheit wieder rein

    liebe Grüße

    Georgia

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